Was hat der Klimawandel mit dem Fernsehturm zu tun?

  • Gruppe mit Merle Spellerberg

31.08.2021

Unsere Städte werden immer wärmer. Es wird trockener und die Temperaturen steigen. Andererseits kann es über längere Zeiträume heftige Niederschläge geben, die Überschwemmungen, Bodenerosionen und Zerstörungen der Infrastruktur zur Folge haben können. Das erleben wir gerade. Grüne Oasen in den Tälern und Gründen des Elbhangs, wie der Wachwitzgrund, sorgen für einen Ausgleich, Kühlung in Hitzeperioden und natürlich auch für die Erholung der Menschen. Manuela Schott, GRÜNE Ortschaftsrätin im Schönfelder Hochland begrüßte am 29. August 2021 Merle Spellerberg, Direktkandidatin für den Wahlkreis 160 zur Wanderung im Wachwitzgrund. 

Manuela Schott: Wir sind mitten drin im Klimawandel. Um die Zukunft in Dresden lebenswert und gerecht zu gestalten, brauchen die Kommunen Ressourcen. Obwohl der Handlungsdruck auf die Kommunen wächst, werden heute öffentliche Gelder für rückwärtsgewandte Projekte – wie den Fernsehturm – in Dresden ausgegeben, statt unsere Daseinsvorsorge zu sichern und unsere Zukunft zu gestalten.

 

Der globale Klimawandel ist kein reines Zukunftsszenario. Er findet bereits spürbar statt. Umso wichtiger ist es, dass Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel entschlossen vorangetrieben werden. Das betrifft nicht nur die Land- und Forstwirtschaft und das Wassermanagement. Auch andere Bereiche wie die Gesundheitsvorsorge, die Stadtplanung, der Verkehr und der Tourismus. Sie müssen sich an die Veränderungen des Klimas anpassen und durch geeignete Maßnahmen zum Klimaschutz beitragen.“

Es braucht mehr Mut für Umwelt- und Naturschutz, um wichtige funktionale Beziehungen innerhalb des Ökosystems und zwischen den Arten zu stabilisieren und deren Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Grundsätzlich ist festzustellen, dass Artenvielfalt die für die Menschen notwendigen Leistungen der Ökosysteme trotz Klimawandel langfristig erhalten kann.

Sommer 2021. Es zeichnet sich ab, dass es von Anfang Juni bis Ende August zusammengenommen deutlich zu viel geregnet hat. Allein im Juli waren rund 40 Prozent mehr Niederschläge verzeichnet worden als es im Vergleich zum Schnitt der Vergleichsjahre von 1961 bis 1990 zu erwarten gewesen wäre, meldete aktuell der Deutsche Wetterdienst. 

Aus den aktuellen Klima-Projektionen für Sachsen geht hervor, dass die Änderungen in den letzten zehn Jahren (2011-2020) für die Lufttemperatur und die Sonnenstunden bereits das Niveau des Klimaschutz-Ziel zum Ende des 21. Jahrhunderts erreicht haben!

Die Klimakrise ist eine besondere Herausforderung für unsere Gesellschaft. Wir müssen sie mit klugen Anpassungsmaßnahmen bewältigen. Und zwar jetzt!



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