Grau, immer trockener und im Sommer bis zu 6 °C heißer als das Umland? Oder mit mehr Bäumen, Grün- und Wasserflächen, die das Regenwasser in der Stadt halten und kühlen?
Diese Frage haben sich der BUND Dresden und die Lokale Agenda Dresden gemeinsam mit Wissenschaftler*innen der TU Dresden und des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) gestellt. Auf dem Zukunftsbild verwandelt sich der Postplatz in eine Oase aus Grün und Blau – mit der Aufenthaltsqualität eines Parks, mitten in der Stadt. Von einem grüneren, kühleren Dresden profitieren wir alle: heute und in Zukunft.
Bildnachweis: Zukunftsbild Postplatz: Reinventing Society & loomn & BUND Dresden, in Kooperation mit TU Dresden und IÖR (CC BY-NC-SA 4.0; Vorherbild: Sebastian Weingart).
28 °C kühler durch Grün. In Santiago de Compostela kühlt das Grün in den Pflasterfugen den heißen Granit um bis zu 28 °C ab. Pflanzen öffnen ihre Poren, Wasser verdunstet – und entzieht der Umgebung Wärme.
6 °C heißer durch Beton. Versiegelte Plätze wie der Postplatz werden im Sommer bis zu 6 °C heißer als das Umland. Mehr Grün, entsiegelte Flächen und gehaltenes Regenwasser drehen das um.
Was ist eine Waldinsel? Ein ökologisches Kraftpaket nach dem Tiny-Forest-Prinzip: sehr dicht, mit hoher Biodiversität und Resilienz, variabler Größe und geringen Pflegekosten. Fachlich begleitet von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der Permagold-Genossenschaft und dem Grünflächenamt Dresden.
Was wollen wir? Wir sind „Dresden Cool City“ – eine Graswurzelbewegung. Wir wollen resilientes Stadtgrün etablieren, damit Dresden auch für unsere Kinder grün und kühl bleibt: trotz steigender Temperaturen, Trockenheit und Starkregen. Für gesunde Luft für alle – auch für Senior*innen und Kranke – und für Nahrung und Schutz für Tiere und Insekten. Zusammen mit den Dresdner*innen.
Aufgeheizte Plätze sind eine echte Gefahr – besonders für Kinder, ältere und kranke Menschen. Einen Hitzschlag früh zu erkennen, kann Leben retten.
„Vitale Vegetation ist die beste Antwort, die Städte auf Hitze geben können – sowohl für den Freiraum als auch für erträgliche Temperaturen in Gebäuden.“
— Dr. Astrid Ziemann, Meteorologie, TU Dresden
Die gute Nachricht: Was uns vor Hitze schützt, ist genau das Grün von vorhin. Deshalb pflanzen wir.
Gieß mit bei „Dresden gießt“ oder pass auf den Baum vor deiner Tür auf.
Nutz die kostenlosen Refill-Stationen – und frag dein Lieblingscafé, ob es mitmacht.
Komm mit auf Demos und schreib deinem Stadtrat – für ein lebenswertes Dresden.
Schon mit deiner Spende entstehen jetzt die ersten Waldinseln in Dresden. Stadt und Uniklinik stellen Flächen – wir pflanzen. Als Privatperson, als Team oder als Unternehmen.