
05.04.25 –
Treffpunkt: Antonstraße 41 (= Straßenbahnhaltestelle „Anton- / Leipziger Straße“)
Dauer: circa 3,5 Stunden (zu Fuß)
Am 23. und 24. November 1942 wurden 279 Dresdner Jüdinnen und Juden gezwungen, in ein Barackenlager am nördlichen Stadtrand zu gehen, dem sogenannten „Judenlager Hellerberg“. Ab diesem Zeitpunkt mussten sie dort leben und von dort zur Zwangsarbeit in einem Rüstungsbetrieb der Zeiss Ikon AG in Dresden-Pieschen gehen.
Ende Februar 1943 wurde das Lager zu einem geschlossenen Sammellager umgewandelt und weitere Menschen in das Lager gebracht. Am 2. März 1943 wurden die meisten Menschen aus dem Lager weggebracht, darunter 293 Menschen aus Dresden. Sie wurden am 3. März 1945 vom Güterbahnhof Dresden-Neustadt in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Von den 293 Jüdinnen und Juden aus Dresden haben nur zehn Menschen die Zeit des Vernichtungslagers Auschwitz überlebt.
Das Lager in Dresden wurde danach bis 1945 genutzt als Ort, an dem Frauen aus von Deutschland besetzten Gebieten ihre Kinder zur Welt bringen mussten. Die Frauen waren zur Arbeit in Deutschland verpflichtet worden. Jeweils sehr kurz nach der Entbindung wurden die Mütter von ihren Kindern dauerhaft getrennt. Mindestens 497 Kinder wurden in diesem Lager geboren. Von 225 dieser Kinder ist bekannt, dass sie nach sehr kurzer Lebenszeit aufgrund extremer Unterversorgung im Lager starben. An sie erinnert heute ein Gedenkort auf dem St. Pauli-Friedhof unweit des ehemaligen Lagers.
Zur Erinnerung an diese rassistischen und antisemitischen Verbrechen, die während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft in Dresden begangen wurden, lädt Valentin Lippmann (Sächsischer Landtagsabgeordneter) gemeinsam mit Eva Jähnigen (Beigeordnete für Umwelt und Klima, Recht und Ordnung) ein, einen Teil der Wege zu gehen, die Menschen aus der Stadt heraus zum Lager Hellerberg und von dort zum Ort der Zwangsarbeit in Dresden-Pieschen gehen mussten.
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