
Wie soll die neue Carolabrücke aussehen? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Dialogveranstaltung, zu der die AGs Stadtentwicklung sowie Mobilität und Verkehr von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Dresden am Mittwoch, dem 13. Mai 2026, in den Dachsaal des riesa efau eingeladen hatten. Im Vorfeld der Vorstellung der Entwürfe der vier beauftragten Planungsbüros am 26. Mai sollte die Veranstaltung dazu dienen, Raum für den öffentlichen Diskurs über den Wiederaufbau der Carolabrücke zu schaffen und alternative Perspektiven zu eröffnen.
Als Expert*innen waren Reinhard Koettnitz, Professor für Gestaltung von Straßenverkehrsanlagen, und Angela Mensing-de Jong, Professorin für Städtebau, beide von der TU Dresden, sowie Alexander Pötzsch, der Präsident des Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA, eingeladen. Im Mittelpunkt standen die Fragen, wie viele Autospuren der Neubau der Brücke tatsächlich benötigt und welche Auswirkungen die Gestaltung auf das Stadtbild und die umliegenden Plätze hat. Nach den Impulsvorträgen hatten die mehr als 80 anwesenden Personen im Publikum die Möglichkeit, Fragen an die Expert*innen zu stellen.
In seinem ersten Vortrag stellte Reinhard Koettnitz die aktuelle Verkehrsentwicklung vor und plädierte für eine Carolabrücke mit zwei Fahrstreifen. Dabei verwies er auf die Entwürfe des studentischen Wettbewerbs. Die drei Gewinnerteams hatten jeweils auf die vom Stadtrat beschlossenen vier Autospuren verzichtet – und das aus gutem Grund. Prof.in Angela Mensing-de Jong wies darauf hin, dass der Wiederaufbau der Carolabrücke auch eine Signalwirkung für die zukünftige Entwicklung der Sankt-Petersburger-Straße haben wird. Auch sie stellte Entwürfe von Studierenden für die Straße vor, die aktuell die Altstadt als Stadtautobahn zerteilt. Die Ideen der Studierenden zielen darauf ab, diesen innerstädtischen Raum für die Menschen zurückzugewinnen. Das gelingt allerdings nur, wenn die neue Carolabrücke nicht überdimensioniert wird. Der Dresdner Architekt Alexander Pötzsch stellte die Gestaltung der Brücke in den Mittelpunkt und die Frage, was nötig sei, damit die Brücke von den Dresdner*innen als „schön“ wahrgenommen werde.
Zu Beginn der Veranstaltung ordnete Baubürgermeister Stephan Kühn die aktuelle Entwicklung und den Prozess des Wiederaufbaus ein. Er sprach sich auch dafür aus, sich in den Bürgerbeteiligungsprozess der Landeshauptstadt Dresden einzubringen. Mit der Veröffentlichung der Entwürfe Ende Mai beginnen die Beteiligungsformate. Das große Interesse an der Debatte um die Carolabrücke war auch bei der Veranstaltung spürbar. Die Teilnehmenden stellten zahlreiche Fragen an die Expert*innen und kamen auch nach dem offiziellen Ende der Diskussion miteinander ins Gespräch.
Bericht: Karl J. Donath
Weitere Informationen und Termine unter: www.dresden.de/carolabruecke
Hier geht es außerdem zum Artikel der DNN: https://www.dnn.de/lokales/dresden/dresden-eindringliche-plaedoyers-fuer-schmale-carolabruecke-JK55VLKDB5HOHGWYKHNVJOOLR4.html
Und von Sächsische.de: https://www.saechsische.de/lokales/dresden/bruecke-budapester-strasse-beeinflusst-neubauplaene-der-carolabruecke-QCU6SL3GBBFIPJBXTRYPDM724M.html
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