Kein Großparkplatz auf ehem. DREWAG Gelände: Grün statt Blech und Beton!

An der Martha-Fraenkel-Straße zwischen 148. Grundschule und dem Inneren Neustädter Friedhof plant die Eigentümerin Sachsen-Energie (ehemals Drewag) einen Anwohnerparkplatz mit rund 100 Stellplätzen, davon etwa 30 mit E-Säule. Dagegen stellen die Grünen im Stadtbezirksbeirat Neustadt einen Antrag, da eine Vielzahl der Neustädter Grünen-Mitglieder die Errichtung eines Parkplatzes ablehnt.

Annette Rottmann, Koordinatorin der Neustadtgrünen kommentiert: "Die bekannt gewordenen Pläne zum Bau eines Parkplatzes mit 100 Stellplätzen auf dem Drewag-Gelände wirken wie aus der Zeit gefallen. Während die dramatischen Folgen der menschengemachten Klimakrise jedes Jahr deutlicher werden, wird mit diesem Bauvorhaben die Mobilität des letzten Jahrhunderts bekräftigt."

Statt durch zusätzliche Parkplätze den Kraftfahrzeugbesitz noch attraktiver zu machen, sollte der Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel gefördert werden. Die Drewag/ SachsenEnergie wirbt mit ihrem Beitrag zur CO2-Einsparung bei der Strom- und Wärmeproduktion. Es wäere zu begrüßen, wenn sich dieses Engagement auch bei der Grundstückspolitik und bei Innovationen im Mobilitätssektor widerspiegeln würde.

Die GRÜNEN Stadtbezirksbeiräte in der Neustadt haben dazu einen Vorschlag eingereicht, der am Montag, den 15.3.2021 in der Stadtbezirksbeiratsitzung behandelt wird.

Klemens Schneider, GRÜNER Stadtbezirksbeirat in der Neustadt dazu: "Die Schaffung eines Mobilitätspunkts mit Bike- und Carsharing begrüßen wir. Der nicht für den Mobilitätspunkt benötigte Grundstücksteil sollte aber nicht als Parkplatz, sondern als Grünfläche für Naherholung und Naturschutz gestaltet werden."

Eine Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen ist als Ausgleichsmaßnahmen für andere Bauvorhaben mittels Ökokonto denkbar. Die Grünen Stadtbezirksbeirät*innen können sich auch eine finanziellen Beteiligung an der Schaffung der Grünanlagen aus dem Stadtbezirksbudget gut vorstellen.

UPDATE (16.3.2021): Der Stadtbezirksbeirat hat am gestrigen Abend den grünen Vorschlag merhheitlich angenommen.



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