BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kreisverband Dresden



GRÜN wirkt! Die Stadt reduziert die Anzahl der Feuerwerke.

Lest hierzu das Plädoyer für ein verträgliches Maß an Feuerwerken:

Von Julia Günther (Ortsbeirätin aus Prohlis)

Feuerwerke sind zuweilen ein Augenschmaus, wenn man sie denn nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen bekommt. Pro Jahr gibt es in Dresden mehr als 250 Feuerwerke, davon weit über hundert genehmigungsfreie Großfeuerwerke. Diese konzentrieren sich meist auf die Sommermonate, sodass oftmals am gleichen Abend mehrere Feuerwerke in verschiedenen Stadtteilen und im Umfeld von Dresden zu hören sind. Lärm macht bekanntlich an Stadtgrenzen nicht halt.

Bei manchen Feuerwerken werden bis zu 100 Dezibel in einer Entfernung von etwa 200 Metern gemessen. Die ungünstige akustische Lage Dresdens im Elbtal verschärft die Lärmbelästigung zusätzlich. Feuerwerke, Konzerte, Feste, Filmnächte und andere Großveranstaltungen sind häufig in vielen Stadtteilen zu hören, obwohl sie relativ weit entfernt stattfinden. Oft sind die Feuerwerke je nach Windrichtung so laut, dass egal ob bei geöffnetem oder geschlossenem Fenster der Schlaf gestört oder die Konzentration für andere Tätigkeiten geraubt wird. Hinzu kommen eine erhöhte Belastung durch Feinstaub und verschiedene potenziell schädliche Stoffe, die zwar nicht unmittelbar gefährdend wirken, auf lange Sicht aber die Umwelt belasten. Viele Dresdner*innen fühlen sich vom quantitativen Ausmaß der Feuerwerke, die zunehmend auch zur „abschließenden Krönung“ privater Feiern wie Schuleinführungen oder runde Geburtstage abgehalten werden, stark belastet.

Insbesondere Feuerwerke vor Werktagen stellen Arbeitende, Eltern und Kinder vor unlösbare Probleme, da die notwendige Nachtruhe gestört wird. Für Senior*innen und Kranke sind lautstark krachende Böller eine nervliche Belastung und deren Lärmquelle ist oftmals nicht zuordenbar, wobei ein Dampfertuten in Dresden von alt und jung eingeordnet werden kann. Hunde- und Katzenbesitzer*innen gehen an feuerwerksintensiven Abenden mit ihren Tieren oftmals durch die Hölle. Wildtiere, insbesondere (Wasser-)Vögel während der Brutzeit, werden in den Elbauen und anderen naturbelassenen Gebieten massiv gestört. Diese stressauslösenden Lärmbelastungen sind unnötig, denn es gibt Alternativen, wie zum Beispiel Licht- und Lasershows oder auch sogenanntes „Leises Feuerwerk“, bei dem die Attraktion vornehmlich auf dem visuellen Erleben basiert.

Insgesamt geht es BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mit dem vorgelegten Antrag nicht um Verbote, sondern darum, ein (umwelt)verträgliches Maß an Feuerwerken für alle Einwohner*innen – Feiernde und Ruhebedürftige – in Dresden zu finden.

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