Krisen führen dazu, dass sich Ungleichheiten verstärken. Aber sie werden auch sichtbarer. Können sie so vielleicht auch besser bekämpft werden?
Die Soziologin Jutta Allmendinger (Präsidentin des Wirtschaftszentrums Berlin für Sozialforschung) führte in der Anne-Will-Sendung vom 3. Mai 2020 aus "Die Frauen werden eine entsetzliche Retraditionalisierung weiter erfahren. Ich glaube nicht, dass man das so einfach wieder aufholen kann und dass wir von daher bestimmt drei Jahrzehnte verlieren." Die Frauen, erklärte sie, "werden wieder so richtig die Heimmütterchen".
Frauen sind von den Auswirkungen der Corona-Pandemie am stärksten betroffen. Auch Studien zu anderen Epidemien haben gezeigt, dass Frauen auch langfristig von den wirtschaftlichen Auswirkungen stärker betroffen sind.
Frauen arbeiten überproportional in systemrelevanten (oftmals auch schlecht bezahlten) Berufen. Sie verdienen im Durchschnitt weniger als Männer. Das Kurzarbeitergeld vergrößert diese Lücke noch. Frauen arbeiten mehr in Teilzeit. Homeschooling und Kinderbetreuung wird in Zeiten von Corona zu einem größeren Teil von Frauen – oftmals zusätzlich zu ihrer bestehenden Arbeit – geleistet. Hier hat eine Verschiebung zu Ungunsten der Frauen stattgefunden (Quelle: www.boeckler.de/de/pressemitteilungen-2675-23098.htm).
Am stärksten von der Krise betroffen sind alleinerziehende Frauen. Jede*r Fünfte mit Kindern in Deutschland ist alleinerziehend, davon die Mehrzahl Frauen. Die Krise hat deutlich gemacht, wie groß die Kluft nach wie vor ist, wieviel in Gleichstellungsfragen noch zu tun ist.
Gerade in diesen Zeiten müssen wir deshalb unsere gleichstellungspolitischen Forderungen noch lauter stellen und auch neue Ideen diskutieren. Wir wollen mit Euch und unseren Podiumsgästen diskutieren, welche konkreten gleichstellungs- und sozialpolitischen Auswirkungen die Coronapandemie hat und welche Lösungsansätze es gibt, dem entgegen zu wirken.
Diesen Themenkomplex wollen wir mit Staatsministerin Katja Meier, zu deren Verantwortungsbereich u.a. auch das Thema Gleichstellung gehört, Karoline Bünker (Unternehmerin und Sprecherin der LAG Wirtschaft) und Mona Scholz-Kluge (Lehrerin Berufsfachschule Pflege; Stadtbezirksbeirätin in Loschwitz) diskutieren. Moderiert wird die Veranstaltung von Agnes Scharnetzky, der gleichstellungspolitischen Sprecherin der Stadtratsfraktion.
Alle Mitglieder des KV Dresden erhalten am Dienstag die Zugangsdaten zur Veranstaltung per E-Mail. Auch Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen aus anderen Kreisverbänden sind herzlich willkommen. Schreibt uns bitte eine E-Mail an buero(at)gruene-dresden.de und wir senden Euch die Zugangsdaten ab Dienstag zu.
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